Verhaltensorientierte Arbeitssicherheit (Behavior Based Safety, BBS)
Zunächst sollte man die Planungs- und die Umsetzungsphase unterscheiden. In der Planungsphase ist zunächst das Management gefragt: Es muss die Ziele und Aufgaben festlegen und eine Planungsgruppe einberufen. Dieser Planungsgruppe sollten Mitarbeiter aus möglichst jeder Abteilung angehören, ein Sicherheitsexperte und ein Repräsentant des Managements. Die Planungsgruppe führt die eigentliche Vorbereitung des BBS-Prozesses durch, bis hin zum Entwurf von Formularen und Trainingsmaterialien. In der Umsetzungsphase sind wiederum das Management, die Steuerungsgruppe (die oft identisch ist mit der ursprünglichen Planungsgruppe) und zudem die Sicherheitsteams der einzelnen Bereiche beteiligt. Letztere nehmen an den Beobachtungen teil, setzen die Verbesserungsziele mit fest und legen die Aktionspläne für ihren Bereich fest.
Der Begriff des Prozesses ist in Managerkreisen zur Zeit sehr in Mode. Man will damit zum Ausdruck bringen, dass es sich um einen Vorgang handelt, der nie zu Ende geht, im Gegensatz zu einem Programm, das einen festgelegten Beginn und ein festgelegtes Ende hat. BBS braucht beides. Sicherlich ist BBS ein Prozess, der nie zu Ende geht. Es braucht aber auch immer wieder Programme, die sich einzelnen Aspekten der Arbeitssicherheit widmen, ebenso wie es im Marketing einen ständigen Prozess, aber auch einzelne Werbeprogramme gibt. Sicherheitskampagnen sind wichtig, aber sie sollten nicht so lange fortgeführt werden, bis es „keiner mehr hören kann“.
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