Verhaltensorientierte Arbeitssicherheit (Behavior Based Safety, BBS)
Die Vermeidung schwerer Unfälle verdient besondere Aufmerksamkeit, v.a. in Bereichen, in denen mit Gefahrstoffen umgegangen wird u.dgl.. Sie passieren für gewöhnlich selten, so dass die Handlungen, die vorgenommen werden müssen, um sie zu vermeiden, nur schwer durch negative Verstärkung geformt werden können. Das Konzept des Leistungsmanagements (performance management) beinhaltet die Beteiligung der Mitarbeiter, die Messung von Indikatoren ansteigender Leistung, die Rückmeldung über die Leistung und Verstärkung abhängig von der Leistung. Es handelt sich dabei um einen Ansatz der von der Unternehmensleitung vorangetrieben wird und das Engagement der Mitarbeiter für einen sicheren Arbeitsplatz aufbaut.
Zunächst muss der Schwerpunkt darauf liegen, was passieren kann, nicht was passiert ist. Anschließend müssen diejenigen Handlungen identifiziert werden, die bei der Kontrolle dieser Risiken wichtig sind. Das können Trainings, Beobachtung und Feedback, die Prüfung von Ausrüstungsgegenständen, Alarmübungen und regelmäßige Wartung u.v.m. sein. Diese Handlungen müssen in Standards umgewandelt werden, so. z.B. die verbindliche Festsetzung von Wartungszyklen, die genaue Regelung von Trainings für neue Mitarbeiter usw. Auch die Prüfung der Einhaltung dieser Standards muss verbindlich geregelt werden. Hinzukommen muss die positive Verstärkung von Mitarbeitern, die die Handlungen, die die Standards vorschreiben, regelgerecht ausführen. Dies kann auf ähnliche Art und Weise geschehen, wie im übrigen BBS-Prozess, nach dem Motto: „Was gemessen wird, wird verstärkt, wird gemacht“.
Oder wählen Sie ein Kapitel: